Seksmisja

Seksmisja, oder Sexmission, wie der Film in der englischen Übersetzung heißt, ist ein polnischer Klamauk-Film aus dem Jahr 1984. Ich bin zufällig über ihn gestolpert, und die Rezensionen auf IMDb waren vielversprechend. Weiters hat mich die Story angesprochen: Zwei Männer werden für ein Experiment eingefroren bzw. in künstlichen Tiefschlaf versetzt, um zu prüfen, ob man sie nach 3 Jahren daraus wieder erfolgreich aufwecken kann. Dieses Konzept gibt es ja tatsächlich – nur bis dato ohne dem Aufwecken. Die Idee hierbei ist, dass man sich dann erst in einer Zeit aufwecken lässt, wo die Menschheit das mit den Krankheiten oder sogar dem Altern und dem Tod soweit in den Griff bekommen hat, dass man dann sozusagen unsterblich ist. Interessanter Gedanke, über den ja auch das Blog waitbutwhy.com 2016 geschrieben hat.

Einziger Mann auf einem Planet von Frauen zu sein, ist wohl die sexuelle Fantasie schlechthin. Und ich hatte die Erwartung, dass diese Idee möglicherweise charmant und witzig durchgespielt wird. Leider hat’s aber bei mir bei diesem Film jedoch nicht „gefunkt“. Hauptsächlich deswegen, weil der Film ganz deutliche unnötige & plakative sexistische Züge trägt, die aufgrund des Themas sehr prominent und allgegenwärtig sind. Zum Beispiel rennen Frauen ohne jeden Grund teilweise einfach nackt rum – ganz klar einfach nur, um triviale Lustgefühle zu befriedigen, aber ohne jeden erkennbaren sonstigen Sinn oder Erklärung. Wie die beiden Typen sich dann an die Frauen ranmachen – zB auf welche Art und Weise sie die Frauen zu küssen versuchen – kann ich mir ebenso nur durch die damalige Prüderie erklären, die dem schlüpfrigen Thema paradoxerweise zugrunde liegt. Dass Frauen auf der einen Seite überhaupt keine Ahnung von Männern haben, in der Schule dann von der Geschichte der bösen Männer hören, um am Ende dann dennoch komische Gefühle wie Liebe und Zuneigung zu empfinden, setzt dem Klamauk-Humbug dann am Ende die Krone auf.